Fachlexikon

Adobe Framemaker
Publishing- und Authoring-Programm für die Erstellung von langen, klar strukturierten und inhaltsintensiven Print- und Web-Publikationen. Der Anwender hat die Wahl zwischen der gewohnten Textverarbeitungsumgebung mit Format-Tags und der vollständig strukturierten Authoring-Umgebung mit WYSIWYG und XML-Unterstützung.

 

Adobe InDesign
Das Desktop-Publishing-Programm aus dem Hause Adobe von 1999 ist der Nachfolger von Pagemaker, welches erstmals 1984 erschienen ist. Adobe InDesign ist Bestandteil der AdobeCreative Suite (2).

 

Adobe InDesign Server
Die Serverversion von Adobe InDesign ermöglicht die vollautomatische Generierung von InDesign-Dokumenten über das Internet. Sie kann nur in Kombination mit Third-Party-Produkten eingesetzt werden. Mit dem InDesign
Server werden InDesign-Dokumente zügig in die geforderten Zielformate konvertiert.

 

AJAX
Asynchronous Javascript and XML (AJAX) ist ein Konzept der Datenüber-tragung zwischen einem Server und dem Browser. Es ermöglicht, dass die HTML-Seite nicht mit jeder HTTP-Protokollanfrage komplett neu geladen werden muss, sondern nur gewisse Teile sukzessiv bei Bedarf nachgeladen werden. Durch den Einsatz von AJAX werden interaktive, Desktop ähnliche Webanwendungen realisierbar.

 

Aktualisierung
Von Aktualisierung spricht man bei Database-Publishing-Systemen, wenn die verknüpften Inhalte in der Ausgabe (z.B. im DTP-Dokument) automatisch durch die entsprechenden aktuellen Inhalte der Datenbankquelle ersetzt
werden.

 

ASP
Application Service Provider (ASP) bezeichnet ein Unternehmen, das Software-Anwendungen für Unternehmen über das Internet zur Verfügung stellt. Ziel ist die Minimierung der Design- und Entwicklungskosten.

 

bidirektionaler Datenaustausch
Ausgehend von der üblichen Aktualisierung bei Database-Publishing-Systemen ist es beim bidirektionalen Datenaustausch zudem möglich, die Daten im Zielmedium - sprich im DTP-Programm - zu bearbeiten und in die Datenbank zurück zu spielen. Bidirektionalität wird häufig dann gefordert, wenn Elemente von gestalteten Seiten für andere Kataloge wiederverwendet werden sollen.

 

CAD
= Computer Aided Design. Zeichen- oder Konstruktionsprogramm um technische Zeichnungen am Computer zu erstellen. CAD gewährleistet eine hohe Präzision sowie die maßstabsgetreue Darstellung in 2D und 3D.

 

CMS (Content Management System)
WCMS (Web Content Management System)

Ein CMS verwaltet Inhalte und stellt diese im Internet zur Verfügung. Es besteht in der Regel aus einer modular aufgebauten Software. Sie ermöglicht das Verwalten und Strukturieren von digitalen Inhalten wie Texten, Bildern, Musik- oder Videodaten. Neben der reinen Verwaltung von Inhalten sichert das CMS die Archivierung, die Medienverwaltung und vor allem das Benutzer- und Workflowmanagement.
Der Content des Unternehmens steht im Mittelpunkt und nicht die Verwaltung von Produktinformationen. Da eine Mehrfachnutzung von Inhalten möglich ist, können Arbeitsläufe stark vereinfacht und optimiert werden.

 

CRM
Customer Relationship Management

Das Customer Relationship Management (CRM) wird im Deutschen mit Kundenmanagement übersetzt. CRM ist gewissermaßen die strategische Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden. Dieses Kommunikationsinstrument dient langfristig gesehen dem Aufbau einer kontinuierlichen Beziehung zum Kunden.
Im Mittelpunkt der Überlegung stehen die Kundenzufriedenheit, die Umsetzung der Kundenwünsche sowie die Kundenbindung.
Ein CRM-System ermöglicht die Versorgung der Kunden mit dem für ihn optimalen Angebot und versetzt eine Firma in die Lage, zu wissen, was der Kunde wann benötigt. Dementsprechend kann zeitnah und kostensparend ein optimales Angebot offeriert werden.

 

Cross-Media-Publishing
Publizieren medienneutral gehaltener Inhalte aus einer Datenquelle in unterschiedliche Ausgabeformate und in verschiedene Medien, wie z.B. Print-Publikationen oder als HTML im Internet.

 

Cross-Referenz
Beziehungstyp zur Verknüpfung von Textbausteinen zu Produkten oder auch von verschiedenen Produkten zueinander in einer Produktdatenbank. Relevant sowohl zur Datenpflege (wo wird was verwendet?) als auch in der Ausgabe (Cross-Selling, Up-Selling und Kombinieren).

 

Database Publishing-System
Database Publishing-Systeme basieren auf dem Prinzip, Inhalte unabhängig von Ausgabeformat und -medium in einer Datenbank zu verwalten. Die Daten werden in der Datenbank gepflegt und über Templates mit dem Zielmedium verknüpft. Layout-Dokumente können daraus automatisiert erstellt und jederzeit aktualisiert werden. Letztlich erfolgt die Ausgabe als Printmedium.

 

Desktop Publishing (DTP)
Desktop Publishing beschreibt den vollständig elektronischen Satz von Printmedien mit Hilfe des Computers bzw. eines "Desktop PCs". Die populärsten beiden Vertreter sind Adobe InDesign und QuarkXPress.

 

DMS
Document Management-System

Ein Dokumentenmanagementsystem verwaltet sowohl elektronisch als auch nicht elektronisch erzeugte Dokumente.
Folgenden Ansprüchen muss das DMS dabei gerecht werden:
- Integration von Dokumenten aus verschiedenen Quellen
- Schnittstelle zu den Ressourcen eines Unternehmens
- Darstellung der Geschäftsprozesse im Sinne des Workflows
("Arbeitsfluss").
Im Dokumentenmanagement werden verschiedene Arten von Dokumenten unterschieden: technische Zeichnungen, Bibliotheken, Behördenakten und sonstige Unterlagen (z. B. Faxe, Mails, Geschäftsbriefe, Bestellung, Auftragsbestätigung, Lieferavis etc.). Bei allen Dokumentenarten geht es primär um die Verwaltung und das Wiederauffinden der Daten.

 

ECM
Enterprise Content Management

ECM ist eher als eine Art Überbegriff zu bezeichnen und beschreibt sowohl Produkte und Lösungen als auch einen gesamten Markt und eine Branche.
ECM umfasst sämtliche Technologien, Methoden und Werkzeuge in einem Unternehmen, die zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Archivierung und Bereitstellung elektronischer Inhalte benötigt werden.
Zum Enterprise Content Management gehören die verschiedensten, gebräuchlichsten Technologien wie Web Content Management, elektronische Archivierung, Dokumentenmanagement, Workflow, Business Process Management und u. a. auch das Product Information Management.

 

EDM
Engineering Data Management

Das Engineering Data Management sorgt für die Verwaltung von Abläufen und Daten, die im Laufe eines Produktlebenszyklus bei der Entwicklung neuer Produkte oder der Änderung von vorhandenen Produkten entstehen (Workflow Management). Ein EDM-System generiert, bearbeitet und verteilt Informationen.

 

ERP-System
Die Ressourcen eines Unternehmens wie Kapital, Betriebsmittel und Personal müssen für einen effizienten Betriebsablauf sorgfältig geplant werden. Diese Planungsphase wird in den meisten Unternehmen durch ein komplexes Enterprise Resource Planning (ERP)-Softwaresystem sichergestellt. Ziel eines solchen Systems ist es, möglichst alle Geschäftsprozesse abzubilden. Typische ERP-Systeme sind SAP/R3, Baan, Navision, Alphaplan oder JD Edwards. Alleine in Deutschland existieren weit über 900 Anbieter von ERP-Lösungen.

 

formatneutrales Publizieren
Publizieren in verschiedene Formate und Medien (z.B. InDesign, QuarkXPress, Word, PDF, HTML, Powerpoint) auf Basis eines Templates. Durch die Mehrfachnutzung aufwändig erstellter Templates ergeben sich deutliche Einspareffekte in der Kommunikation. Die Medienneutralität muss dabei gegeben sein.

 

granuliert
Unter Granulation der Produktinformationen versteht man die Feinheit der Aufgliederung in einzelne Informationsbausteine. Mit höherer Granulation steigt die Wiederverwendbarkeit der Produktdaten, was konsistente Produktbeschreibungen gewährleistet und speziell Übersetzungskosten deutlich reduziert.

 

InDesign
s. Adobe InDesign

 

Klassifikation,
klassifizieren

Klassifikationen sind insbesondere im Bereich Datenaustausch zwischen Unternehmen (Lieferant - Kunde, Handel - Marktplatz etc.) notwendig. Sie dienen der Einordung der Produkte in einheitliche Gruppen, um sie vergleichbar zu machen. Seit einigen Jahren existieren verschiedene Klassifikationssysteme.

 

Lokalisierung
Anpassung eines international vertriebenen Produktes an die lokalen Gegebenheiten einzelner Absatzgebiete, insbesondere inklusive der Übersetzung seiner Dokumentation und Werbemittel.

 

MAM-System
Media Asset Management (MAM)-Systeme erlauben die medienneutrale Haltung und strukturierte Verwaltung von multimedialen Inhalten bzw. so genannten Rich Media Assets wie Grafiken, Bilder sowie Audio und Video.
Sie bilden somit eine wichtige Voraussetzung für Cross-Media-Publishing und die Bedienung verschiedenster Absatzkanäle. MAM-Systeme unterstützen dabei die teilautomatisierte Erzeugung der strukturierten Metadaten wie Ersteller, Datum, Version, Sprache etc.

 

Mapping

siehe "Cross-Referenz"

 

Mastersprache
Hauptsprache, in welcher Produktinformationen in der Regel zuerst eingepflegt werden, um dann als Basisinformationen für Übersetzungen verwendet zu werden.

 

medienneutrales Publizieren,
Medienneutralität

Voraussetzung für medienneutrales Publizieren ist die Trennung der Inhalte von Form, Format und Ausgabemedium. Die Basis stellt in der Regel XML als medienunabhängiges Datenhaltungsformat dar, welches individuelle Datenstrukturen und flexible Ausgabemöglichkeiten für die unterschiedlichsten Verwendungen erlaubt. MAM-Systeme sorgen für die entsprechend universelle Verwendbarkeit der beteiligten (Multi-)Media-Daten, z.B. der Bilder.

 

OPI
= Open Preepress Interface. Universelles Schnittstellenprotokoll für die Druckvorstufe, welches den Einsatz von sogenannten OPI-Servern ermöglicht. Hierbei wird ein niedrig aufgelöste Vorschaubild im Destop-Publishing-System anstelle des speicherintensiven Originals eingebunden, um flüssigeres Arbeiten zu ermöglichen. Der OPI-Server sorgt bei der anschließenden Druckausgabe automatisch für den Austausch des Vorschaubilds durch das Original.

 

parametrische Suche
Suchmethode zur Eingrenzung der Ergebnisse durch Angabe zahlreicher Parameter bzw. Produktcharakteristika.

 

PCM
Product Content Management

Der Ausdruck PCM wird ebenfalls synonym zum Begriff PIM verwendet. Er findet jedoch überwiegend im englischen und französischen Sprachraum Verwendung.

 

PDF
Das Portable Document Format (PDF) ist ein plattformunabhängiges Format zum Dokumentenaustausch, welches insbesondere für die Verteilung über das Internet sowie als Druckausgangsformat für die Druckindustrie
einen hohen Stellenwert erlangt hat. Das Dokumentenlayout inklusive Schriften, Farben und Grafiken bleibt immer exakt erhalten. PDF baut auf PostScript auf, verwendet jedoch nur einen eingeschränkten Befehlssatz, es fehlenspeziell die Strukturen einer Programmiersprache.

 

PDM
Produktdatenmanagement, Product Data Management

Der Begriff PDM hat sich aus dem Engineering Data Management (EDM, s. u.) entwickelt. Heute geht der Trend jedoch dahin, den Begriff in Richtung PLM, Product Lifecycle Management (s. u.), auszuweiten. Im Kern geht es um die zweckmäßige Verwaltung, oder auch das Management, aller entwicklungsrelevanten (Produkt-) Daten und die Koordinierung notwendiger Abläufe, die zur Produktfertigung benötigt werden. Bei den Daten handelt es sich primär um solche, die die Produktstruktur beschreiben.
Im engen Zusammenhang mit PDM steht die Verwaltung von CAD-Daten (CAD - Computer Aided Design, auch Computer Aided Drawing). CAD ist im Wesentlichen die rechnergestützte Entwicklung und Konstruk-tion von Produkten und Anlagen. Die eigentliche Entwicklung auf diesem Feld begann schon in den 80er Jahren, als in großem Umfang CAD-Systeme zum Einsatz kamen. Um der Produktdatenflut zu begegnen, wurde es nötig, Systeme zu entwickeln, die eine strukturierte Verwaltung von CAD-Daten ermöglichte. Gefragt war also ein Datenmanagement-Werkzeug, dass es möglich machte, neben den CAD-Modellen auch die zahlreichen anderen digitalen Informationen zu verwalten. Die Ausrichtung dieser Systemwelt ist jedoch im Gegensatz zum PIM eher intern bzw. entwicklungsseitig getrieben. Eine sinnvolle Verwaltung von allgemeinen Produktinformationen ist in solchen Systemen eher die Ausnahme (z. B. für Produktkonfiguratoren).

 

PLM
Product Lifecycle Management

PLM ist eher als Organisations- und Managementansatz und weniger als eine IT-Technologie zu verstehen. Es verfolgt eine Strategie zur Koordination von Geschäftsprozessen und zur Verwaltung umfangreicher Daten. PLM ist ausgerichtet auf die Optimierung vollständiger Produktlebenszyklen - von der ersten Idee, über die Produktentwicklung, Produktionsaufbau, Produktänderungen, Instandhaltungsmanagement etc.
Ziele des PLM sind vorwiegend kürzere Innovationszyklen, Möglichkeit zur schnellen Reaktion bei Marktveränderungen und natürlich auch hier Rationalisierungseffekte und Kosteneinsparung durch optimierte Prozesse.

 

PostScript
Von der Firma Adobe 1984 entwickelte Seitenbeschreibungssprache, welche sich zum Standard in der Druckindustrie entwickelt hat, jedoch sukzessive vom PDF verdrängt wird. PostScript-Dateien können ohne Verlust grafischer Informationen in PDF-Dateien umgewandelt werden, was für einfache PDF Dokumente auch umgekehrt gilt. PostScript ist eine vollständige Programmiersprache. PostScriptfähige Ausgabegeräte (insbesondere Drucker und Druckmaschinen) sind mit einem Post-Script-Interpreter ausgestattet, der den Post-Script-Code Stück für Stück interpretiert und in eine gerasterte Graphik umsetzt. Hierbei unterscheidet man Hard- und Software-Interpreter.

 

PRM
Partner Relationship Management

Das Partner Relationship Management (PRM) bezeichnet alle Aktivitäten, die ein Unternehmen ausarbeitet und durchführt, um die Beziehungen zu Geschäftspartnern effizient und wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten. Beziehungen zwischen Unternehmen und Lieferanten bestehen durch die Lieferung von Produkten und Dienstleistungen, in Form von Geldströmen und durch den Austausch von Informationen und Technologien. Im Gegensatz zum CRM stehen hier die (Geschäfts-) Partner- und nicht die Kundenbeziehungen im Mittelpunkt. Beide Begriffe haben jedoch etwas mit der Außenwirkung des Unternehmens zu tun.
In Abgrenzung zum Product Information Management stellen das CRM und PRM die notwendigen Kundeninformationen und das PIM die notwendigen Produktinformationen für ein potentielles One-to-One Marketing oder den direkten Partnerdatenaustausch zur Verfügung. Es macht jedoch aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen keinen Sinn in jeweils dem anderen System entsprechende Daten vorzuhalten. Jedoch ist eine Integration und Verknüpfung der Informationseinheiten durchaus sinnvoll und gewinnbringend.

 

Produktfamilie
Eine Produktfamilie ist eine Gruppe von Produkten, die eine Reihe gemeinsamer Eigenschaften (Features) haben und sich weiter in verschiedene Produktvariationen unterteilen lassen. So bilden z.B. Gewindeschrauben eine Produktfamilie, die sich in Senkkopf- oder Schlossschrauben unterteilen lässt.

 

PIM-System,
Product Information Management System, Produktinformationssystem

Ein PIM-System ist ein Datenbanksystem, das produktbezogene Informationen eines Unternehmens zentralisieren, managen, synchronisieren, anreichern und den verschiedensten Medien und Systemen zur Verfügung stellen kann. Ähnlich wie ERP-Systeme nehmen sie einen elementaren Stellenwert in großen Unternehmen ein, wenn es um die Kunden
orientierte Produktkommunikation und damit verbundene Marketing Services geht.

 

Produktvariationen
Sammlung spezialisierter Ausprägungen einzelner Produkte aus einer Produktfamilie. Dabei unterscheiden sich die Ausprägungen lediglich in ein oder zwei Eigenschaften. Schrauben eines Durchmessers, aber unterschiedlicher Länge sind eine typische Produktvariation.

 

Quark Dynamic Document Server
Eine Serverkomponente, um automatisch QuarkXPress-Dokumente zu erzeugen und in entsprechende Ausgabeformate zu konvertieren.

 

QuarkXPress
Der Klassiker unter den DTP-Programmen von Quark, Inc. erschien erstmals 1987.

 

redundante Pflege
Redundante Pflege meint die mehrfache Erfassung und Bearbeitung der-selben Inhalte, häufig an unterschiedlichen Stellen (z.B. diverse, verteilt ab-gelegte Office-Dokumente) und durch oftmals unterschiedliche Personen. Sie stellt daher einen zum Teil erheblichen und kostenintensiven Mehr-aufwand dar, welcher durch geeignete Prozesse sowie Systeme für zentrales Datenmanagement (vgl. PIM-System) reduziert oder gar vermieden werden kann.

 

TecDoc
Katalog-Standardsoftware im Ersatzteilgeschäft der Automobilzulieferindustrie. Hersteller: TecDoc Informations System GmbH.

 

Template
Als Templates werden einerseits Seiten-Templates verstanden, die steuern, wie eine Seite automatisiert gestaltet werden soll (z.B. Kopf- und Fußelemente, die Anordnung von Produkten etc.). Andererseits steuern Templates auch, wie Produktinformationen innerhalb der Seiten dargestellt werden, beispielsweise welche Texte und Bilder platziert, welche Informationen als Tabelle dargestellt werden sollen.

 

Template-Editor
Programm bzw. innerhalb der DTP-Software als Plug-In eingebundene Komponente mit graphischer Benutzeroberfläche zur Erstellung von Templates für das Database- bzw. Cross-Media-Publishing.

 

Textüberlauf
Textüberläufe stellen eine generelle Problematik des medienneutralen Publizierens dar. Durch die Trennung von Inhalt und Layout entsteht bei statischen Layoutbestandteilen das Risiko, dass variable Inhalte den für sie bestimmten Platz überschreiten. Dies muss vor allem beim Übersetzungsprozess beachtet werden, da eine 1-zu-1-Übersetzung häufig zu
sehr unterschiedlich langen Produkttexten in den verschiedenen Sprachen führen kann.

 

TM-System,
Translation Memory (TM)

Ein Translation Memory System (TM-System) ist eine Komponente von Anwendungen zur Computer gestützten Übersetzung. Das Translation- Memory ("Übersetzungsspeicher" oder "Übersetzungsarchiv") ist üblicherweise eine Datenbank, in der Übersetzungen gespeichert werden, um sie Übersetzern später zur Wiederverwendung anzubieten. Hierbei können nicht
nur identische, sondern auch ähnliche Ausgangssegmente erkannt werden. TM-Systeme stellen vor allem die terminologische und stilistische Konsistenz von Übersetzungen sicher.

 

Übersetzungsmanagement
Durch ein strukturiertes und planvolles Vorgehen wird die Aufgabe "Übersetzung" zu einem gesteuerten Prozess, der möglichst effizient und transparent durchgeführt wird. Die dabei eingesetzen Übersetzungsmanagementsysteme bieten dem Übersetzer Kontextinformationen zu den zu übersetzenden Textabschnitten und ermöglichen ihm optimalen Zugriff (lokal oder über Web-Dienste bzw.Client-Server) auf die benötigten Ressourcen wie bereits vorübersetzte Phrasen, ältere Übersetzungsversionen oder Änderungshistorien.
Insgesamt hat das Übersetzungsmanagement das Ziel, Qualität und Konsistenz der Übersetzungen bei reduzierten Übersetzungskosten zu steigern sowie die einzelnen Übersetzungen terminlich zu planen und zu steuern.
Das Übersetzungsmanagement kann eng mit anderen Prozessen wie Projekt- und Workflowmanagement, Verwaltung externer Dienstleister und Kostenrechnung verzahnt sein - je nach Konstellation der gesamten Systemlandschaft. Häufig werden TM-Komponenten angebunden.

 

Unicode
Der alphanumerische Unicode-Zeichensatz ist ein von der internationalen Standardisierungs- Organisation ISO genormtes System zur Kodierung von Textzeichen (Buchstaben, Silbenzeichen, Satzzeichen, Sonderzeichen, Ziffern, Ideogrammen). Unicode ist der Versuch, weltweit alle bekannten Textzeichen in einem Zeichensatz zusammenzufassen. Außerdem können mathematische, kaufmännische und technische Sonderzeichen im Unicode kodiert werden.

 

verdichten
Über Datenverdichtungsregeln wird festgelegt, wie granuliert gehaltene Daten Produkt spezifisch und semantisch korrekt zu komplexen Produktinformationen zusammengesetzt werden. Die Verdichtungsregeln variieren von einfachen wie ?Ersetze "1" durch einen grünen Haken und "0" durch ein rotes "Kreuz" bis zu komplexen Abläufen, die aus Datenbankinformationen automatisch ein Zubehörabhängigkeitsdiagramm anfertigen.

 

Vererbung,
Vererbungslogiken

Gerade sehr strukturierte Artikelstämme bestehen aus Produkten, die viele Attribute mit dem selben Wert haben. Um diese Werte nicht zigmal pflegen zu müssen, werden diese Attributwerte vererbt. D.h. innerhalb der Produkthierarchie an höherer Stelle einmal angelegt und gepflegt, werden die Attribute und ihre Werte an die unterhalb stehenden Produkte weitergereicht.
Oft wird dies über spezielle Artikel wie Mutter- oder Hauptartikel realisiert, die als Platzhalter dienen. Vererbte Daten können bei Bedarf überschrieben werden, so dass jeder Artikel eigene Daten besitzen kann, diesich von denen seiner Mutter unterscheiden. Datenvererbung erhöht die Datenkonsistenz
und verringert Pflege- und Übersetzungsaufwendungen.

 

Verkettung
Granular gespeicherte Textbausteine und andere Produktinformationen wie technische Merkmale mit Werten und Einheiten werden zu vollständigen Texten verkettet, indem ihre Abfolge produktspezifisch definiert wird. Vorteile ergeben sich durch die hohe Wiederverwendung der Elemente für viele Produkte und die daraus entstehenden Synergieeffekte z. B. bei Übersetzungsprozessen.

 

Workflowsystem
Ein Workflowsystem oder Workflow Management System definiert, steuert und überwacht per Software Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung von Zuständigkeiten, Ressourcen, Terminen und Kosten.

 

WWS
Warenwirtschaftssystem

Hauptaufgabenfelder sind die Verwaltung sowie die Planung und Steuerung der Materialbewegung (zeitlich, räumlich und nach Menge) in einem Unternehmen. Desweiteren wird der Warenfluss zwischen Lieferanten, Kunden und dem Lager koordiniert. Ein Warenwirtschaftssystem (WWS) organisiert den Warenfluss eines Unternehmens.
Die zu verwaltenden Bereiche sind u. a.:
- der Verkauf (Angebot, Auftrag, Lieferschein, Rechnung)
- die Lagerhaltung (Bestandführung, Mindestbestand)
- der Einkauf (Bestellung, Bestellvorschlagsermittlung)
Beispiele für weitere mögliche Bereiche eines WWS sind:
- statistische Auswertung der Daten aus dem WWS
- Verwaltung von Verkaufsfilialen
- Kassenschnittstelle für den Direktverkauf
Ebenso wie das ERP, ist das WWS eher transaktionsorientiert. Somit gelten hier dieselben Einschränkungen wie oben genannt.

 

XML
Die eXtensibile Markup Language (XML) ist eine standardisierte Auszeichnungssprache zur strukturierten Beschreibung von Informationen in Dokumenten. Die Auszeichnungselemente (tags) können individuell festgelegt werden, die Definition wird separat gehalten. XML gilt als das medienunabhängige Datenhaltungsformat, da die Anpassung an das jeweilige Layout bzw. den Verwendungszweck erst separat mittels XSL (Extensible Stylesheet Language) geschieht. Zielformate, in die transformiert
werden kann, sind beispielsweise XHTML, SVG, VRML und PDF. Die Flexibilität von XML ist der Grund für die breite Akzeptanz. XML erleichtert den Austausch von Daten zwischenverschiedenen Unternehmen bei e-Commerce, B2B- und B2C-Anwendungen.

 

WYSIWYG
= "What You See Is What You Get". Bei echtem WYSIWYG wird ein Dokument während der Bearbeitung am Bildschirm genauso angezeigt, wie es bei der Zielausgabe - häufig über ein anderes Gerät, z.B. über einen Drucker - aussieht.

 


 
 
 
 

 

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